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Jeder besuchte Ort hat seine Geschichte
Unsere Jahresfahrt führte nach Bremen
Die Jahresfahrt des Eicklinger Heimatvereins führte Mitglieder und Freunde kürzlich in zwei gänzlich unterschiedliche Welten; beide ausgestattet mit „Superlativen“, diese aber auf recht unterschiedlicher Art. Ziel war dieses Mal die Freie Hansestadt Bremen.
Und hier startete man gleich durch in den Norden der Stadt zu einem weltgeschichtlich einmaligen Bauwerk: am Rande des kleinen Ortes Farge, direkt angrenzend an die dortige Wohnbebauung und mit Zugang zur Weser, begann Mitte 1943 mit dem Bau des Bunkers „Valentin“ das größte Rüstungsprojekt der Kriegsmarine.
In der einzigen überbunkerten U-Boot-Fabrik der Welt mit über 420m Länge, bis zu 97m Breite, ca. 33m Höhe und mit den bis zu 7m dicken Stahlbetonwänden und -decken sollte ab Herbst 1945 alle zwei Tage ein U-Boot ausgerüstet und einsatzfähig vom Stapel laufen. Dieses ermöglicht durch eine neu erdachte Sektionsbauweise. Dabei hätte man an bis zu 12 Neubauten gleichzeitig arbeiten können.
Der Bunker wurde bis zum Kriegsende weitestgehend fertiggestellt… zur Produktion kam es dann aber ja nicht mehr. Bis dahin waren auf der Baustelle bis zu 10.000 Zwangsarbeiter unter schwersten unmenschlichen Bedingungen im Einsatz. Etwa 1.600 von ihnen ließen dabei ihr Leben. Circa 20.000 to. Stahl, 1 Mio. to. Sand und Kies und 132.000 to. Zement wurden verbaut.
Heute dient der Ort als Mahnmal und Erinnerungsstätte. Ein 1,5km langer Weg führt über das Gelände und durch den Bunker und informiert entlang von 25 Stationen über dessen Geschichte.
(wb)

