Elefanten, Löwen, Schimpansen – und Blutegel

Urlaub? Das war ein Extremurlaub, zu dem
Bärbel und Peter Heimann 2012 aufgebrochen sind.

Vier Wochen Tansania und Sambia, Besuch bei Jane Goodalls Schimpansen, Elefanten am Wegesrand, eine gefährliche Raubkatzen-Pirsch, den seltenen Schuhschnabel (eine Vogelart) tatsächlich angetroffen und fotografiert – einfach aufregend, was Peter Heimann am 16. Februar im Gasthaus Schumacher berichtete.

Statt Straßen Pisten, statt Wege nur Wildnis, die stramme Fußmärsche erforderte. Ausgedehnte Wasserflächen und Moore, in denen sich hungrige Blutegel der kleinen Besuchergruppe erfreut annahmen – ist doch der Tourist in diesen Gegenden eine seltene Spezies. Die Afrikaner nutzen per Boot die Wasserwege, die es vor allem in den Bangweulu-Sümpfen reichlich gibt. Auch Wasserfälle im Dschungel, und 40 Grad heiß-blubbernde Quellen.

Der 673 Kilometer lange und bis zu 1470 Meter tiefe Tanganjikasee ist Teil des 6000 km langen ostafrikanischen Grabenbruchs, und erstreckt sich über die Demokratische Republik Kongo, Tansania, Sambia und Burundi.

Zwischen den Städten Kigoma (Tansania) und Mpulungu (Sambia) fuhren die beiden Eicklinger mit dem Motorschiff „Liemba“ (ehemals: „Graf Goetzen“). Das betagte Schiff hat eine tolle Geschichte: Gebaut 1913 auf der Meyer-Werft in Papenburg, zerlegt und in 5000 Holzkisten ins damalige Deutsch-Ostafrika transportiert, dort zusammengebaut, bei Kriegende von den Deutschen aber versenkt. Später gehoben und wieder in Betrieb genommen, abermals gesunken, wieder gehoben, die Dampfmaschine gegen Dieselmotoren ausgetauscht. Nicht klein zu kriegen diese „Liemba“, sie fährt immer noch.

Die Reisenden bezogen ihre erste Klasse – die nur entfernt an den kargen Charme der Jugendherbergen der fünfziger Jahre erinnerte. Überhaupt ging es auf der Reise spartanisch zu. Man nächtigte in Zelten oder kleinen Chalets. Die Verhältnisse der Afrikaner sind ärmlich, die Menschen aber stets offen und freundlich, berichtete Peter Heimann.

Die Rückfahrt von Kasama nach Dar es Salaam wurde dann mit dem Zug bewältigt. 40 Stunden mit bescheidenem Komfort und ohne fließendem Wasser im vergammelten Bad und WC. War schon bei der Anreise das Gepäck zeitweilig verschollen, so fand der Taxifahrer unmittelbar vor dem Rückflug das Hotel der Heimanns (dort wartete das Gepäck!) nicht. Wer eine Reise tut…

[sff]

Zusätzlicher Termin:
Seeräubergeschichten und Lieder
2. März, 19:30 Uhr, Könekes Diele
Gäste sind willkommen! 

Vortrag im Januar:
"Warum war ich so blind?"

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